Deutscher Gewerkschaftsbund

PM - 22.11.2019

Internationaler Tag gegen Gewalt

Nein zu Gewalt an Frauen

DGB

Die Schweriner Gewerkschaften werden mit einer Fahnenaktion am Gewerkschaftshaus ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzten.

Am Dienstag, den 26.11.2020,
um 15.00 Uhr, 
Dr. Külz-Straße 18.


Mit der Verabschiedung der Konvention 190 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) im Juli 2019 wurde nun endlich ein internationales Übereinkommen mit verbindlichen weltweiten Mindeststandards gesetzt. Es ist erstmals eine Einigung auf eine weltweit gültige Definition von Gewalt und sexueller Belästigung erzielt worden.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, die ILO-Konvention gegen Gewalt am Arbeitsplatz zu ratifizieren und in nationales Recht umzusetzen“, fordert Fabian Scheller, DGB Regionsgeschäftsführer Rostock-Schwerin.

„Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein riesengroßes Problem. Doch darüber zu reden, ist vielfach ein Tabu. Mit unserer Aktion wollen wir Beschäftigte, Auszubildende, Frauen und Mädchen ermutigen, sich gemeinsam zu wehren.“, so Scheller.

Der DGB weist darauf hin, dass die Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen (§ 12ff. AGG). Sie müssen vorbeugende Maßnahmen treffen, ihre Beschäftigten schulen, im Fall einer sexuellen Belästigung die geeigneten, erforderlichen und angemessenen Maßnahmen gegenüber belästigenden Beschäftigten ergreifen. Dazu gehören Abmahnung, Umsetzung, Versetzung oder Kündigung. Betriebe müssen auch wirksame Maßnahmen gegenüber belästigenden Dritten ergreifen, Beschwerdestellen einrichten sowie die Belegschaft über diese und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) informieren. Vor allem Führungskräfte brauchen in diesem Punkt Fortbildung. Es fehle in vielen Betrieben an Ansprechpartnern, Beratungsangeboten, Notrufnummern und Aushängen am Schwarzen Brett.

 

Hintergrund

Was ist die ILO?

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UNO). Sie ist "tripartistisch" organisiert, das heißt: Drei Gruppen bestimmen in den Versammlungen der ILO gleichberechtigt mit:
Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen der UNO-Mitgliedsländer (wie bei anderen UNO-Organisationen auch)
Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitnehmer (Gewerkschaften)
Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber
 


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