Deutscher Gewerkschaftsbund

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Ehrenamtliche Richterinnen und Richter in der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit


„Im Namen des Volkes“: Als ehrenamtliche Richterin bzw. Richter bist du den Berufsrichtern in einem Verfahren gleichgestellt. Du kannst in der Verhandlung Fragen stellen und hast bei der Urteilsfindung dasselbe Stimmrecht. Tätig bist du am Arbeits- oder Sozialgericht. Gefragt sind hier Sachkenntnis und Erfahrung aus der Arbeitswelt. Durch das Mitwirken von ehrenamtlichen Richterinnen und Richter sollen Entscheidungen praxisnah sein. Ein wichtiges und verantwortungsvolles Ehrenamt. Wer berufen wurde, hat auch eine Pflicht zur Ausübung. Das Ehrenamt gilt für fünf Jahre, eine Verlängerung ist möglich.

Welche Voraussetzungen brauche ich?

Mindestens 25 Jahre alt sein. Du musst das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag besitzen und darfst natürlich nicht vorbestraft sein. Juristische Vorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht notwendig.

Was habe ich davon?

Zweierlei: auf der einen Seite lernst du juristische Abläufe kennen und kannst hinter die Kulissen der Rechtsprechung schauen. Auf der anderen Seite erfährst du als vollwertiges Mitglied eine hohe Wertschätzung und gesellschaftliche Anerkennung. Und nicht zuletzt ist es spannend: Man glaubt gar nicht, was für Fälle so vor Gericht landen.

Wie viel Zeit muss ich einplanen?

Überschaubar. Ein- bis zwei Mal pro Jahr für einen Verhandlungstag ist der Durchschnitt. Der Arbeitgeber ist verpflichtet dich dafür freizustellen.

Welche Unterstützung kriege ich?

Der DGB bietet mehrmals im Jahr Fortbildungen mit erfahrenen Rechtsanwälten und Richter an.

ICH WILL - An wen wende ich mich jetzt?

Melde dich bei uns im Büro der DGB Region Rostock-Schwerin, entweder telefonisch unter Telefon 0381 - 49 77 910 oder per E-Mail rostock-schwerin@dgb.de.

Ehrenamtliche Richter:innen sagen ...

„Als ehrenamtliche Richterin lerne ich die Denkweise und Struktur der Richterinnen und Richter zu verstehen. Das hilft mir auch dabei, Kolleg:innen im Betrieb zu beraten. Es ist eben doch ein Unterschied zwischen Recht sprechen und Gerechtigkeit im betrieblichen Alltag.“ Angelika, ehrenamtliche Richterin

 

„Zu merken, dass ich mit meinem Engagement etwas bewirke, ist mein größter Antrieb.“ Albert, ehrenamtlicher Richter