Deutscher Gewerkschaftsbund

BBT - Betriebliches Beratungsteam

von: Dau wat e.V.

Gegen Fremdenfeidlichkeit und Intoleranz am Arbeitsplatz
      

Rechtsextremismus findet sich in den unterschiedlichsten Ausprägungen und ist in fast allen Bereichen des öffentlichen Raums und vielen Kommunen unseres Landes allgegenwärtig.

Die Entwicklung der letzten Jahre darf in einer Gesellschaft, die in allen Schichten rassistisches, nationalistisches und antisemitisches Gedankengut aufweist, nicht nur verwundern. Rechtes Gedankengut und autoritäre und sozialdemagogische Versatzstücke erreichen fast zwangsläufig auch die Denkstrukturen von Beschäftigten. Damit bleiben auch die Arbeitswelt und der Betrieb als sozialer Raum nicht frei vom organisierten Kampf rechter Ideologien um die Köpfe der Arbeitnehmer/innen.

Es handelt sich dabei nicht nur um eine kurzzeitige, situationsbedingte Desorientierung, die nach Beseitigung bestimmter Ursachen und Rahmenbedingungen schon wie von selbst verschwindet. Nur die direkte Auseinandersetzung mit solchen Auffassungen hilft weiter. 

Dieser Verantwortung darf auch in der Arbeitswelt nicht ausgewichen werden. Dass sich Bewusste stellen können, verlangt jedoch mehr.

BBT bietet dazu den betrieblichen Sozialpartnern Unterstützung, will beratend zur Seite stehen und den Betriebsparteien den Rücken stärken. Mit Hilfe des damaligen Sozialministers und heutigen Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, den Mitarbeiter/innen seines Ministeriums und politisch engagierten Gewerkschafter/innen des DGB-Nord ins Leben gerufen, unterstützt BBT in den Regionen in vielfältiger Weise die Förderung der Grundwerte für eine demokratische Betriebskultur, Engagement von betrieblichen Funktionsträgern und fördert Zivilcourage und wissensbasierte Einstellung gegen Rechts bei Belegschaften.

Erste Ansprechpartner sind dabei die Betriebsparteien. Betriebs- und Personalräte sowie Geschäftsleitungen können auf eine kompetente Beratung, Präventionsunterstützung, aber auch Interventionsbegleitung, bauen und sich dabei einer vertrauensvollen Zusammenarbeit vergewissern. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei Programm und richtet sich konsequent an den betrieblichen Erfordernissen aus, wie auch die Schaffung von Netzwerken zur Stärkung der Strukturen.

BBT arbeitet stets beteiligungsorientiert und versucht gute Beispiele erfolgreicher Arbeit und Vorstellungen sowie Ideen der Betriebsparteien aufzugreifen und mit umzusetzen. Mit einer Reihe von Bildungsbausteinen und mit Hilfe zahlreicher Kooperationspartnern, wie den Regionalzentren, sieht sich BBT stets auch in die lokale Situation mit eingebunden und beteiligt sich aktiv auch an politischen Kampagnen für Demokratie und ein solidarisches Miteinander.

Letztendlich bleibt es jedoch bei der subjektiven Einschätzung jedes einzelnen, ob er sich für unser Ziel mit einsetzen will. Unsere volle Unterstützung und unser Respekt gelten all denen, die unsere Hilfe in Anspruch nehmen und daraus die Kraft schöpfen für eine wahrlich nicht leichte Aufgabe.

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