Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 28-2016 - 15.11.2016
Tagung in Stralsund

Ist Demagogie ein fester Bestandteil unserer aktuellen Zivilgesellschaft?

Eine Auseinandersetzung mit "Mein Kampf" und der Wirkung einer Hetzschrift bis zur Gegenwart

Die Medienproduktion des Bayerischen Rundfunks zur kommentierten Neu-Edition von Hitlers »Mein Kampf« versucht das Phänomen der Hetzschrift damals und heute zu erfassen.

Hitlers zweibändige, 1925 und 1926 veröffentlichte Propagandaschrift »Mein Kampf« ist politisches Programm und unverhohlene Absichtserklärung zugleich: Judenvernichtung, Krieg, »Lebensraum Ost« – als Hitler an der Macht war, setzte er um, was er bereits Jahre zuvor geschrieben hatte.

Das Fazit der Doku: Hitlers »Mein Kampf« sollte nicht weggesperrt, sondern diskutiert, eingeordnet und erklärt werden – um den Mythos um das Buch zu entzaubern und vor allem, um die demagogischen Mittel jener Zeit besser zu verstehen. Dass diese auch heute noch aktuell sind, zeigen nicht zuletzt rechtspopulistische Bewegungen und das Erstarken rechtsnationaler Parteien in ganz Europa.

In seinen autobiografischen Angaben ist »Mein Kampf« eine raffinierte Mischung aus Wahrheit, Lüge und gezielt gesetzten Leerstellen. Ob die Schilderung vermeintlicher Kriegserlebnisse oder seiner vorgeblichen Arbeit auf dem Bau: Die gescheiterte Existenz Adolf Hitler erfindet sich in der Schrift als Objekt wie als Subjekt der Weltgeschichte neu.

Außerdem zeigt das Webspecial, wie Hitlers Demagogie bis in die Gegenwart nachwirkt. Was bedeutet es zum Beispiel, wenn heute auf Massenversammlungen und in Facebook-Kommentaren wieder Begriffe aus der damaligen Zeit wie »Volksverräter« und »Lügenpresse« auftauchen? Zur Einordnung tragen Experteninterviews aus der Dokumentation

»Mein Kampf – Programm eines Massenmörders« bei. (Textauszüge Pressemeldung BR 8.1.2016)

Weitere Informationen: zur Übersicht Online-Dossier auf www.br.de/nachrichten/mein-kampf/, www.ard-alpha.de, www.ifz-muenchen.de/aktuelles/themen/edition-mein-kampf/.

 

Die Veranstaltung des Forum 65+ in Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule Vorpommern-Rügen, dem VHS Verband Mecklenburg-Vorpommern und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern richtet sich an politische Bildner, Multiplikatoren und sonstige in der Zivilgesellschaft engagierten Personen.

 

Interessierte können sich bis zum 20.11. per Mail an baerens@arbeitundlebenmv.de anmel

 

 

 


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