Deutscher Gewerkschaftsbund

PM PM 15 2018 - 20.04.2018
Veranstaltung „Gutes Land, gute Leute, gute Löhne“ in Rostock

Uwe Polkaehn: „Dreht die Lohnspirale nach oben!“

   

Der Vorsitzende des DGB Nord hat in Rostock die Arbeitgeber zu einer Gemeinschaftsanstrengung für höhere Löhne in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen.

„Mit Niedriglöhnen, Leiharbeit und Befristungen gewinnt man weder Fachkräfte noch Kaufkraft. Die Lohnspirale in Mecklenburg-Vorpommern muss sich besonders kräftig nach oben drehen, denn hier sind die Arbeitnehmereinkommen am niedrigsten. Wenn täglich 70.000 Fachkräfte in Richtung Westen reisen, dann ist das ein Alarmsignal, das in keiner Chefetage überhört werden sollte. Die Lohnfindung ist die Aufgabe der Tarifpartner. Aber auch die Landesregierung kann Leitplanken in eine bessere Zukunft setzen: Sie darf nur solche Firmen fördern, die nach Tarif zahlen. Und auch ihre Auftragsvergaben müssen diejenigen Unternehmen belohnen, die faire Bedingungen bieten“, sagte Uwe Polkaehn anlässlich der heutigen Veranstaltung „Gutes Land, gute Leute, gute Löhne“ der SPD-Landtagsfraktion in Rostock.

Die Gewerkschaften seien gesprächsbereit und leisteten ihren Beitrag zu einer positiven Einkommensentwicklung, so der DGB-Vorsitzende: „Die Reallöhne gehen nach oben, die Große Koalition will eine Mindestausbildungsvergütung einführen, auch der Mindestlohn wird 2019 deutlich steigen. Aber die Mehrheit der Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern hat leider immer noch keinen Tarifvertrag, nur 23 Prozent der Betriebe bieten den Schutz tarifvertraglicher Abmachungen: Auf dieser Baustelle gibt es noch viel zu tun. Erfolgreich sind Gewerkschaften vor allem dort, wo wir viele Mitglieder haben. Arbeitgebervertreter, die vor einem „Tarif-Gefängnis“ warnen und in ihren Verbänden weiterhin auch Mitgliedsunternehmen ohne Tarifbindung dulden, verhindern eine positive Entwicklung des Landes. Moderne Unternehmen agieren mit volkswirtschaftlicher Vernunft, sie binden Arbeitnehmer durch gute Bedingungen.“


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